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Der BAM Blog

01. Dezember 2018

Im üblichen Tourenbereich ziehen die Pin-Systeme der Bindungen die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Die Freeski Tourenbindung PINDUNG® aber kombiniert die Vorteile der Pins mit einem Fersenteil mit Drehteller. Doch welche Vorteile birgt das bewährte Konzept des Drehtellers bei Freeski Tourenbindungen eigentlich?

Damals gab es wohl noch keine Freeski Tourenbindung, jedoch wurde schon ab Ende der 1940er Jahre an einem Problem der Skibindungen getüftelt: Wie kann eine Bindung ein seitliches Auslösen der Ferse im Falle eines Sturzes gewährleisten. Damals wie heute war eine mangelhafte Auslösung einer der Hauptgründe für schwere Verletzungen, von Bänderrissen bis zu Knochenbrüchen.
Bald kamen die ersten Tüftler auf die Idee, eine rotierende Grundplatte auf dem Ski zu montieren. Gemeinsam mit dem seitlich auslösenden Vorderbacken wurde so die Grundlage für Sicherheitsbindungen geschaffen, wie wir sie heute kennen.

 

Anfang der 2000er Jahre aber verschwand der Drehteller vom Markt, zu teuer, zu aufwendig war die Produktion. Zudem ist die Einstellung ein wenig komplizierter, als bei den heute üblichen Hinterbacken, die einfach nach vorne oder hinten verschoben werden können.

 

Gerade bei Freeridern aber erfreute sich die Konstruktion mit dem Drehteller noch immer großer Beliebtheit. Und so wurde auch der PINDUNG® dieses großartige System spendiert, da es gleich mehrere überzeugende Vorteile in sich birgt.
Der Drehteller liegt genau auf der Achse des Schienbeinknochens. So kann der Unterschenkel im Fall einer Auslösung genau um seine Hauptachse rotieren, was die Gefahr der gefürchteten Dreh- und Splitterbrüche minimiert.
Ein weiterer Vorteil hat mit der Elastizität der Bindung zu tun. Was hat es damit auf sich? Der Grad der Elastizität beschreibt, wie weit sich der Skischuh bei Belastung seitlich aus der Bindung bewegen kann und danach wieder in die Grundposition gezogen wird, ohne dass die Bindung auslöst. Die Elastizität des Drehteller-Hinterbackens ist so hoch wie bei keiner anderen Bindung. Dies führt zu einer deutlichen Reduktion von Fehlauslösungen. Denn bei kurzen Belastungsspitzen, bei denen keine Auslösung notwendig ist, hat der Schuh die nötige Bewegungsfreiheit innerhalb der Bindung. Resultat: Drehteller-Systeme wie die PINDUNG® können mit wesentlich niedrigeren Z-Werten gefahren werden, die nur nötig waren, um Fehlauslösungen zu verhindern, dafür aber die Gefahr bargen, dass die Bindungen bei langsamen Stürzen gar nicht mehr auslösten.
Ein letzter Vorteil ist die legendäre Robustheit der Konstruktion. Drehtellerbindungen mit mehreren Jahrzehnten auf dem Buckel sind keine Seltenheit, sie sind wirklich kaum kaputt zu bekommen.

Die PINDUNG® ist die einzige tourentaugliche Skibindung, die einen Drehteller mit all seinen Vorzügen zu bieten hat: sicher, robust, zuverlässig.

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