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Mit Johannes „Joi“ Hoffmann im Gespräch über die PINDUNG®

Mit Johannes „Joi“ Hoffmann im Gespräch über die PINDUNG®

Als Teamrider der ersten Stunde und Testfahrer der Pindung® hat der Innsbrucker die Entwicklung von Anfang an begleitet. Er ist nicht nur professioneller Freerider, sondern auch hervorragender Alpinist und Mitbegründer der Filmproduktionsfirma Whiteroom Productions, die unter anderem auch Skifilme und clips für die Pindung produziert.
Servus Joi, wie geht’s dir, was treibst du gerade?
Mir geht es bestens, ich versuche gerade etwas weniger Zeit im Büro zu verbringen und mich stattdessen körperlich auf den kommenden Winter vorzubereiten.Endlich raus und mit der Pindung spass haben.

Auf wie viele Skitage im Jahr kommst du?
Vor ein paar Jahren waren es immer so um die 100 Tage. Mittlerweile ist es schon weniger geworden. Einerseits natürlich wegen der Arbeit, andererseits auch wegen den viele Skitrips, die ich in den letzten Jahren so unternommen habe. Wir waren dieses Jahr drei Wochen in Richtung Albanien unterwegs und davon bin ich zweieinhalb Tage auf den Skiern gestanden. Aber ich denke auf 60 – 70 Tage im Jahr komme ich schon noch.

Immer noch eine Menge! Bist du lieber auf ausgedehnter Skitour unterwegs oder bevorzugst du viele Off-Piste-Runs an einem Tag?
Hängt ganz vom Schnee ab. Bei einem Meter Neuschnee hab’ ich nicht unbedingt Lust mich im Wald irgendwo den Berg hinauf zu quälen. Da will ich am besten einen Run nach dem anderen machen und das mit so wenig Aufstieg wie möglich. Wenn es mal eine längere sonnige Phase hat, dann geh’ ich viel lieber Skitouren, auf denen ich alleine mit Freunden unterwegs bin und die Berge in Ruhe entdecken und genießen kann.

Mit Whiteroom Productions betreibst du deine eigene Filmproduktion. Einige neue, visuelle Projekte in der Pipeline?
Projekte haben wir genug. Wir haben uns allerdings abgewöhnt, diese auf irgendeine Art und Weise vorab öffentlich preiszugeben. Ansonsten passiert es wieder, dass wir ein Inselprojekt im hintersten Kamchatka geplant haben, welches zu anderen Fahrern durchgesickert ist, die es dann letztendlich auch noch in dreister Art und Weise zu ihrem Projekt gemacht haben.

Habt ihr euch rein auf Skifilme spezialisiert oder produziert ihr auch noch anderen Video-Content?
Wir haben mit Skifilmen gestartet und werden sicherlich weiterhin noch Skifilme machen. Allerdings haben wir seit diesem Jahr auch mit anderen Projekten fernab des Skisports zu tun. Wir machen mittlerweile alles, was mit Film und Video zu tun hat: Von Imageclips bis hin zu großen Werbetrailern.

Du bist Teil des B.A.M.-Tribes. Was genau ist deine Aufgabe bei B.A.M.?
Als Athlet bin ich bei B.A.M. sehr stark in der Produktentwicklung und -optimierung involviert. Konkret heißt das, dass ich Produkte wie beispielsweise Bambams Skier oder seine PINDUNG® über einen gewissen Zeitraum teste und mich dann mit Bambam intensiv über die Stärken und Schwächen austausche.

Wie und wann hast du den Bambam kennen gelernt?
Ich habe Bambam vor einigen Jahren über seinen damaligen Arbeitgeber Skylotec kennengelernt. Irgendwann hat er mir mal gebeichtet, dass ihm im Büro langweilig gewesen wäre und er dann zufällig meine Sponsoring-Anfrage aus dem Papierkorb gefischt und anschließend mein Video angesehen hätte. Daraufhin hat er bei seinem damaligen Chef angeklingelt und mich für ein persönliches Gespräch nach München bestellt. Seitdem bin ich auf seinen Skiern unterwegs und ab dieser Wintersaison fahre ich endlich mit seiner genialen Idee namens PINDUNG®.

Was waren deine Gedanken, als dir der Bambam das erste Mal von seiner Idee, einer innovativen Bindungskonstruktion erzählt hat?
Er hatte mir schon vor ein paar Jahren von seiner Bindungsidee erzählt, aber ich konnte mir damals noch nicht wirklich was drunter vorstellen. Die Bindungskonstruktion ist dann für einige Zeit aus unseren Gesprächen verschwunden. Von einem Tag auf den anderen kam er plötzlich mit der ersten konkreten Zeichnung der PINDUNG® zu mir und erklärte mir diese Bindungskonstruktion detailliert. In dem Moment machte sein Hirngespinnst von damals auf einmal Sinn und ich hab’ mir nur gedacht: Wie genial!

Was denkst du persönlich über die PINDUNG®? Was sind die Potentiale aber auch mögliche Schwächen dieser Bindungskonstruktion?
Wie gesagt, ich finde das Konzept genial! Die Potentiale liegen ganz klar darin, dass ich gegenüber einer gehfähigen Rahmenbindung viel weniger Gewicht den Berg hinaufziehen muss und mich trotzdem auf die Sicherheit einer Alpinbindung verlassen kann. Zudem stehe ich viel niedriger, was in einer präziseren Kraftübertragung zu Gute kommt. Außerdem bleibt die Biegelinie des Skis durch die nicht verbundenen Bindungskomponenten (Vorder- und Hinterbacken) erhalten. Wenn man so will, könnte man die PINDUNG® auch mit einem Z-Wert von 30 bauen. Ich glaube, dass man bei der PINDUNG® so gut wie keine Schwächen finden wird. Was ich mir allerdings vorstellen könnte ist, dass viele Leute weiterhin eine Rahmenbindung fahren wollen, da sie harte Rennstiefel bevorzugen. Bis jetzt gibt es noch nicht viele Skischuhe mit Pin-Inserts, die so hart sind wie ein Rennstiefel. Die Lösung besteht entweder darin, dass die Leute selbst drauf kommen, dass es nicht notwendig ist so extrem steife Schuhe zu fahren oder die Schuhhersteller ihre Tourenskischuhe noch weiterentwickeln, was mit Sicherheit der Fall sein wird.

Wie lauten deine Ansprüche an die PINDUNG®?
Top Performance beim Aufstieg, top Performance bei der Abfahrt. Und das, ohne auf den Aspekt Sicherheit verzichten zu müssen!

Wie hat sich die erste Jungfern-Fahrt mit der PINDUNG® angefühlt?
Wir haben bei richtig schlechter Sicht und im bockharten, steilen und zerfahrenen Gelände kurz vor der allerersten Abfahrt darüber gerätselt, ob das Teil an unseren Füßen diese Bedingungen überhaupt aushalten wird. Oh man, bei den ersten zehn Schwüngen habe ich echt befürchtet, dass ich den Rest des Trips im Krankenhaus verbringen werde. Doch mit jedem gelungenen Turn wurde das Gefühl immer besser und ich hatte ziemlich schnell Vertrauen in dieses Teil. Letzten Endes haben wir es in vier Wochen nicht einmal geschafft, eine Fehlauslösung hervorzurufen! Geschweige denn, irgendetwas an der PINDUNG® kaputt zu machen.

Für einen ersten Test ist das eine Ansage! Was denkst du, für wen ist die PINDUNG® gemacht?
Für jeden Skifahrer, der gerne Touren geht und auf eine astreine Performance in der Abfahrt Wert legt. Egal, ob er zweimal im Jahr auf Skitour geht und den Rest der Saison im Skigebiet verbringt, oder ob er das ganze Jahr über nur Touren macht. Die PINDUNG® ist eine Skibindung für alle Spielplätze im Schnee. Quasi die eierlegende Wollmilchsau…

Nehmen wir mal an, du müsstest die PINDUNG® im Skigeschäft verkaufen. Wie würdest du das anstellen?
„Du willst einfach nur Spaß haben beim Skifahren und keine Kompromisse eingehen?! Dann hol’ dir die PINDUNG®!“ Die Kombination aus Performance und Sicherheit ist DAS Verkaufsargument! Ich war schon mit vielen Freunden unterwegs, die bei der Einfahrt in eine Steilwand dagestanden und gehofft haben, dass ihre Pin-Bindung bei der folgenden Abfahrt bitte, bitte zu bleibt. Ich habe stattdessen gehofft, dass meine Rahmenbindung nicht doch zu fest eingestellt ist und den Ski versteift, so dass er hinten raus diesen unberechenbaren Rebound bekommt und dich so unkontrolliert „rauskickt“. Diese unguten Gefühle und Gedanken wird es in Zukunft am Gipfel mit der PINDUNG® am Fuß nicht mehr geben. Außerdem kommst du dank des integrierten, rahmenlosen Pin-Systems im Aufstieg weniger fertig am Gipfel an und hast wiederum mehr Power für die Abfahrt.

„Nichts ist bewegender als eine Idee, deren Zeit gekommen ist – PINDUNG®“. Ist dem noch was hinzuzufügen?
Nein!

Mit Markus „Bambam“ Steinke im Gespräch

Mit Markus „Bambam“ Steinke im Gespräch

Über Innovation, BayTOU, B.A.M., die PINDUNG und die Zukunft der Pin Bindungen.

Bambam, wie fühlst du dich denn jetzt nach dieser Nachricht vom Bayerischen Staatsministerium?
Richtig gut! Die Zukunft der abfahrtsorientieren Pin Bindungen entwickelt sich weiter! Die Aufnahme von B.A.M. und der neuen PINDUNG® in das Förderprogramm des Bayerischen Staatsministeriums ist für mich Anerkennung und Vertrauen in meine Arbeit, meinen Mut und meine Idee. Das verschafft mir auch eine Extraportion Motivation, die Fertigstellung der PINDUNG® mit Nachdruck voranzutreiben.

Was bedeutet für dich „Innovation“?
Innovation ist für mich der Blick über den Tellerrand und das Resultat einer Auseinandersetzung mit persönlichen Visionen. Innovation ist dann das Resultat aus dem täglichen Antrieb, diese Visionen umzusetzen.

Was macht B.A.M. deiner Meinung nach aus?
B.A.M. steht schon jetzt für viele schöne Attribute. Vor allem aber für ein „ehrliches“ Produkt – Ein Produkt, dass es von der Idee bis zur Serienreife und damit auf die Ski der Winterbegeisterten schafft und das ganz ohne eine der großen Firmen aus der Skiindustrie dahinter und das Ganze auch noch „Made in Bayern“ das klingt fast wie ein Märchen in der heutigen Zeit, oder?!

Das stimmt. „Made in Bayern“, das ist ökologisch gesehen sicher eine ehrenwerte Sache. Aber ist die Produktion in Bayern auch wirtschaftlich hinsichtlich der Konkurrenz?
Wir sehen unsere PINDUNG® ja nicht als Konkurrenzprodukt. Daher gehen wir auch in Bezug auf die Produktion unseren eigenen Weg. Uns ist es enorm wichtig, dass wir zu jeder Zeit aufgrund der Nähe zu den Partnern in den Produktionsprozess schnell und unkompliziert eingreifen können. Das ist unserer Meinung nach viel wichtiger, als günstig produzieren zu können.

Du hast mit der PINDUNG® also, und ich zitiere: „…die innovativste und sicherste Freeride- und Tourenbindung entwickelt!“ Was macht die PINDUNG® deiner Meinung nach aus?
Wir sind in der komfortablen Position, dass wir als neuer Bindungshersteller auf dem Markt vollkommen vogelfrei agieren können. Daher genießen wir es, uns von vielen sehr guten Produkten am Markt inspirieren zu lassen. Das angestrebte Ergebnis der PINDUNG® wird daher eine feine Symbiose aus Sicherheit und Performance bei der Abfahrt, gepaart mit den Vorzügen eines Pin-Systems im Aufstieg sein.

Wie kamst du gerade auf den Namen PINDUNG®?
Ein Bindung mit Pins für den Aufstieg, Bindung – Pins – Pindung, wenn man sich so lange mit der Thematik und den Begriffen beschäftigt und versucht das alle zusammen zu bringen, dann kommt man irgendwann auch auf eine solche Wortkonstruktion.

Wie und wann kann man die PINDUNG® erwerben?
Die PINDUNG® wird Anfang des nächsten Winters, sprich zur Saison 2019/20im Fachhandel zu erwerben sein wird.

Wo wird die Reise mit B.A.M. noch hingehen?
Wir wollen geniale Produkte entwickeln, die funktionieren und Spaß machen. Dafür werden wir mit dem gesamten Team viel testen, uns austauschen und philosophieren. Und ganz nebenbei natürlich auch noch viel Spaß in den Bergen haben, denn die besten Produktideen entstehen nicht am Schreibtisch, sondern im Schnee.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert B.A.M.

Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert B.A.M.

B.A.M. und die abfahrtsorientierte Tourenskibindung PINDUNG® sind stolze Teilnehmer des Bayerisches Programms zur Förderung technologieorientierter Unternehmensgründungen (BayTOU).
Die Bavarian Alpine Manifest GmbH (B.A.M.) wurde von Markus Steinke mit großem unternehmerischen Engagement gegründet. Die abfahrtsorientierte Tourenskibindung PINDUNG ist das bisher wichtigste und entwicklungsintensivste Produkt der noch jungen Firma.
B.A.M. als bayerische Firma und die PINDUNG® als neuartiges, technisches Bindungskonzept mit bester Erfolgsaussicht waren die Grundlage für die Aufnahme in das Bayerische Programm zur Förderung technologieorientierter Unternehmensgründungen (BayTOU) durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.
Mit dieser Förderung unterstützt der Freistaat Bayern das Unternehmen B.A.M. bei der Entwicklung der PINDUNG®. Vor allem der hohe Innovationsgehlat der tourentauglichen Skibindung wurde hervorgehoben. Mehr Informationen über die Technologieförderung sind hier nachzulesen.
Die Unterstützung durch das Bayerische Staatsministerium ist für uns eine hohe Anerkennung, auf die wir sehr stolz sind.
Die PINDUNG® – was spricht für die neuartige Skitourenbindung

Die PINDUNG® – was spricht für die neuartige Skitourenbindung

Die Ansprüche an eine perfekte Skitourenbindung sind hoch: Komfortabel und bequem für den Aufstieg muss sie sein und dabei höchste Performance und Sicherheit für die Abfahrt im Tiefschnee bieten. Die PINDUNG® bewerkstelligt diesen Spagat mit ihrer ganz besonderen Konstruktion. Eine Skitourenbindung der anderen Art.
Die PINDUNG® vereint die Vorteile zweier komplett unterschiedlicher Bindungssysteme von Skitourenbindung die aktuell auf dem Markt sind. Für den Aufstieg werden die Vorteile einer Pinbindung genutzt: Der Drehpunkt eines Pin-Systems liegt ideal, um einen kraftsparenden Aufstieg zu ermöglichen. Außerdem wird das Gewicht an der Ferse, das mit jedem Schritt gehoben werden muss im Vergleich zu herkömmlichen Skitourenbindungen den Rahmenbindungen erheblich reduziert. Die Aufstiegshilfe kann problemlos mit dem Stock zugeschaltet werden. Skitourengeher wissen, dass der Schnee leider nicht immer nur pulvrig ist, daher können an der Bindung natürlich Harscheisen montiert werden, um auch bei harten Verhältnissen sicher aufsteigen zu können.
Beim Freetouring wird klassisches Skibergsteigen mit engagierten Abfahrten kombiniert, daher ist eine tourentaugliche Freeridebindung mit bester Downhill Performance die beste Wahl. Die PINDUNG® verwandelt sich mit wenigen Handgriffen eine Freeridebindung, die einer klassischen Alpinbindung in Sachen Kraftübertragung und Auslösezuverlässigkeit in nichts nachsteht. Vor allem der Drehteller des Hinterbackens sorgt für eine bei Tourenbindungen nie dagewesene Performance. Die Vorteile einer solchen Pivotbindung sind die ideale Auslösung bei Drehstürzen und die große Elastizität (Rückstellfähigkeit) der Bindung, die Fehlauslösungen verhindert.
Der Einsatzbereich der PINDUNG® kennt keine Grenzen: Bigmountain, Piste, Sidecountry, oder Freeriden im Powder – alles ist möglich. Ob für den Aufstieg die Felle oder Lifte genutzt werden ist nicht mehr entscheidend, Skifahrer können nun mit einer Bindung alles machen.
Selbst für Alpinfahrer, welche die meisten ihrer Skitage beim Pistenfahren verbringen, ist die PINDUNG® geeignet, denn die Flügel mit den Pins sind im Vorderbacken verborgen und warten geduldig auf ihren Einsatz, ohne beim Ein- und Aussteigen in die Bindung an der Gondel irgendwie im Weg umzugehen.
Tourengeher und Freerider, die regelmäßig die Felle anlegen, werden hingegen vor allem in der Abfahrt schon bald nicht mehr auf die bisher nicht gekannte Performance und Sicherheit der PINDUNG verzichten wollen.
Mit der Bindung in Neuseeland

Mit der Bindung in Neuseeland

Weiter weg geht’s nicht: Von Europa aus, kann man auf diesem Planeten nicht weiter verreisen als nach Neuseeland. Zum Testen der Prototypen, zum Fotografieren und Filmen hat sich das B.A.M.-Team auf den weiten Weg gemacht und Arbeit und Skispaß Down Under miteinander verbunden.
Tolle Sache, diese unterschiedlichen Jahreszeiten auf den beiden Erdhalbkugel. Denn wenn daheim auch die letzten Skiwahnsinnigen die Frühjahrstouren einstellen, beginnt in Neuseeland so langsam der Winter. Ob auf verschneiten Vulkanflanken auf der Nordinsel, oder in den imposanten Bergen der Neuseeländischen Alpen auf der Südhalbkugel, Skifahren ist hier weit verbreitet und begeistert weitangereiste Powder-Süchtige ebenso wie Einheimische.

Auch wenn hier Skifahren prinzipiell nicht anders funktioniert wie überall sonst auch (Links- und Rechtsschwünge auf möglichst gutem Schnee fahren), ist in Neuseeland doch so einiges anders. Besonders bewusst wird einem das in den sogenannten „Clubfields“. Neben klassischen kommerziellen Skigebieten, die sich nicht großartig von europäischen Skigebieten unterscheiden, sind Clubfields kleine Skigebiete, die Skiclubs gehören. Deren besonders Kennzeichen sind die Liftanlagen: Diese würde bei einem deutschen TÜV irgendetwas zwischen Entsetzen und Lachkrampf auslösen. Was nicht heißt, dass sie unsicher wären, sie sind nur sehr unkonventionell und einfach in ihrer Konstruktion.

Die Lifte nennen sich Rope Tows (Seillifte). Sie ähneln durchaus den Seilliften, wie man sie bei uns aus Kinderskigebieten kennt. Einziger Unterschied: Sie führen nicht nur den Idiotenhügel hinauf, sondern ernsthafte Berge. Das Liftfahren findet mit einem sogenannten Nutcracker (Nussknacker) statt, den man sich an der Liftkasse ausleihen kann. Mit Hilfe dieses Nussknackers hängt man sich in das Seil ein und los geht die wilde Fahrt. Dies stellt den einen oder anderen von uns bereits vor die erste große Herausforderung. Nachdem auch unser Teamfahrer und erfahrener Alpinist Joi die Liftfahrt unter hohen physischen und psychischen Anstrengungen gemeistert hatte stand den ersten Schwüngen mit der PINDUNG® nichts mehr im Wege.

Freeski Tourenbindung und die Vorteile eines Drehtellers

Freeski Tourenbindung und die Vorteile eines Drehtellers

Im üblichen Tourenbereich ziehen die Pin-Systeme der Bindungen die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Die Freeski Tourenbindung PINDUNG® aber kombiniert die Vorteile der Pins mit einem Fersenteil mit Drehteller. Doch welche Vorteile birgt das bewährte Konzept des Drehtellers bei Freeski Tourenbindungen eigentlich?
Damals gab es wohl noch keine Freeski Tourenbindung, jedoch wurde schon ab Ende der 1940er Jahre an einem Problem der Skibindungen getüftelt: Wie kann eine Bindung ein seitliches Auslösen der Ferse im Falle eines Sturzes gewährleisten. Damals wie heute war eine mangelhafte Auslösung einer der Hauptgründe für schwere Verletzungen, von Bänderrissen bis zu Knochenbrüchen.
Bald kamen die ersten Tüftler auf die Idee, eine rotierende Grundplatte auf dem Ski zu montieren. Gemeinsam mit dem seitlich auslösenden Vorderbacken wurde so die Grundlage für Sicherheitsbindungen geschaffen, wie wir sie heute kennen.

Anfang der 2000er Jahre aber verschwand der Drehteller vom Markt, zu teuer, zu aufwendig war die Produktion. Zudem ist die Einstellung ein wenig komplizierter, als bei den heute üblichen Hinterbacken, die einfach nach vorne oder hinten verschoben werden können.

Gerade bei Freeridern aber erfreute sich die Konstruktion mit dem Drehteller noch immer großer Beliebtheit. Und so wurde auch der PINDUNG® dieses großartige System spendiert, da es gleich mehrere überzeugende Vorteile in sich birgt.
Der Drehteller liegt genau auf der Achse des Schienbeinknochens. So kann der Unterschenkel im Fall einer Auslösung genau um seine Hauptachse rotieren, was die Gefahr der gefürchteten Dreh- und Splitterbrüche minimiert.
Ein weiterer Vorteil hat mit der Elastizität der Bindung zu tun. Was hat es damit auf sich? Der Grad der Elastizität beschreibt, wie weit sich der Skischuh bei Belastung seitlich aus der Bindung bewegen kann und danach wieder in die Grundposition gezogen wird, ohne dass die Bindung auslöst. Die Elastizität des Drehteller-Hinterbackens ist so hoch wie bei keiner anderen Bindung. Dies führt zu einer deutlichen Reduktion von Fehlauslösungen. Denn bei kurzen Belastungsspitzen, bei denen keine Auslösung notwendig ist, hat der Schuh die nötige Bewegungsfreiheit innerhalb der Bindung. Resultat: Drehteller-Systeme wie die PINDUNG® können mit wesentlich niedrigeren Z-Werten gefahren werden, die nur nötig waren, um Fehlauslösungen zu verhindern, dafür aber die Gefahr bargen, dass die Bindungen bei langsamen Stürzen gar nicht mehr auslösten.
Ein letzter Vorteil ist die legendäre Robustheit der Konstruktion. Drehtellerbindungen mit mehreren Jahrzehnten auf dem Buckel sind keine Seltenheit, sie sind wirklich kaum kaputt zu bekommen.
Die PINDUNG® ist die einzige tourentaugliche Skibindung, die einen Drehteller mit all seinen Vorzügen zu bieten hat: sicher, robust, zuverlässig.