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Mit der Bindung in Neuseeland

Mit der Bindung in Neuseeland

Weiter weg geht’s nicht: Von Europa aus, kann man auf diesem Planeten nicht weiter verreisen als nach Neuseeland. Zum Testen der Prototypen, zum Fotografieren und Filmen hat sich das B.A.M.-Team auf den weiten Weg gemacht und Arbeit und Skispaß Down Under miteinander verbunden.
Tolle Sache, diese unterschiedlichen Jahreszeiten auf den beiden Erdhalbkugel. Denn wenn daheim auch die letzten Skiwahnsinnigen die Frühjahrstouren einstellen, beginnt in Neuseeland so langsam der Winter. Ob auf verschneiten Vulkanflanken auf der Nordinsel, oder in den imposanten Bergen der Neuseeländischen Alpen auf der Südhalbkugel, Skifahren ist hier weit verbreitet und begeistert weitangereiste Powder-Süchtige ebenso wie Einheimische.

Auch wenn hier Skifahren prinzipiell nicht anders funktioniert wie überall sonst auch (Links- und Rechtsschwünge auf möglichst gutem Schnee fahren), ist in Neuseeland doch so einiges anders. Besonders bewusst wird einem das in den sogenannten „Clubfields“. Neben klassischen kommerziellen Skigebieten, die sich nicht großartig von europäischen Skigebieten unterscheiden, sind Clubfields kleine Skigebiete, die Skiclubs gehören. Deren besonders Kennzeichen sind die Liftanlagen: Diese würde bei einem deutschen TÜV irgendetwas zwischen Entsetzen und Lachkrampf auslösen. Was nicht heißt, dass sie unsicher wären, sie sind nur sehr unkonventionell und einfach in ihrer Konstruktion.

Die Lifte nennen sich Rope Tows (Seillifte). Sie ähneln durchaus den Seilliften, wie man sie bei uns aus Kinderskigebieten kennt. Einziger Unterschied: Sie führen nicht nur den Idiotenhügel hinauf, sondern ernsthafte Berge. Das Liftfahren findet mit einem sogenannten Nutcracker (Nussknacker) statt, den man sich an der Liftkasse ausleihen kann. Mit Hilfe dieses Nussknackers hängt man sich in das Seil ein und los geht die wilde Fahrt. Dies stellt den einen oder anderen von uns bereits vor die erste große Herausforderung. Nachdem auch unser Teamfahrer und erfahrener Alpinist Joi die Liftfahrt unter hohen physischen und psychischen Anstrengungen gemeistert hatte stand den ersten Schwüngen mit der PINDUNG® nichts mehr im Wege.

Freeski Tourenbindung und die Vorteile eines Drehtellers

Freeski Tourenbindung und die Vorteile eines Drehtellers

Im üblichen Tourenbereich ziehen die Pin-Systeme der Bindungen die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Die Freeski Tourenbindung PINDUNG® aber kombiniert die Vorteile der Pins mit einem Fersenteil mit Drehteller. Doch welche Vorteile birgt das bewährte Konzept des Drehtellers bei Freeski Tourenbindungen eigentlich?
Damals gab es wohl noch keine Freeski Tourenbindung, jedoch wurde schon ab Ende der 1940er Jahre an einem Problem der Skibindungen getüftelt: Wie kann eine Bindung ein seitliches Auslösen der Ferse im Falle eines Sturzes gewährleisten. Damals wie heute war eine mangelhafte Auslösung einer der Hauptgründe für schwere Verletzungen, von Bänderrissen bis zu Knochenbrüchen.
Bald kamen die ersten Tüftler auf die Idee, eine rotierende Grundplatte auf dem Ski zu montieren. Gemeinsam mit dem seitlich auslösenden Vorderbacken wurde so die Grundlage für Sicherheitsbindungen geschaffen, wie wir sie heute kennen.

Anfang der 2000er Jahre aber verschwand der Drehteller vom Markt, zu teuer, zu aufwendig war die Produktion. Zudem ist die Einstellung ein wenig komplizierter, als bei den heute üblichen Hinterbacken, die einfach nach vorne oder hinten verschoben werden können.

Gerade bei Freeridern aber erfreute sich die Konstruktion mit dem Drehteller noch immer großer Beliebtheit. Und so wurde auch der PINDUNG® dieses großartige System spendiert, da es gleich mehrere überzeugende Vorteile in sich birgt.
Der Drehteller liegt genau auf der Achse des Schienbeinknochens. So kann der Unterschenkel im Fall einer Auslösung genau um seine Hauptachse rotieren, was die Gefahr der gefürchteten Dreh- und Splitterbrüche minimiert.
Ein weiterer Vorteil hat mit der Elastizität der Bindung zu tun. Was hat es damit auf sich? Der Grad der Elastizität beschreibt, wie weit sich der Skischuh bei Belastung seitlich aus der Bindung bewegen kann und danach wieder in die Grundposition gezogen wird, ohne dass die Bindung auslöst. Die Elastizität des Drehteller-Hinterbackens ist so hoch wie bei keiner anderen Bindung. Dies führt zu einer deutlichen Reduktion von Fehlauslösungen. Denn bei kurzen Belastungsspitzen, bei denen keine Auslösung notwendig ist, hat der Schuh die nötige Bewegungsfreiheit innerhalb der Bindung. Resultat: Drehteller-Systeme wie die PINDUNG® können mit wesentlich niedrigeren Z-Werten gefahren werden, die nur nötig waren, um Fehlauslösungen zu verhindern, dafür aber die Gefahr bargen, dass die Bindungen bei langsamen Stürzen gar nicht mehr auslösten.
Ein letzter Vorteil ist die legendäre Robustheit der Konstruktion. Drehtellerbindungen mit mehreren Jahrzehnten auf dem Buckel sind keine Seltenheit, sie sind wirklich kaum kaputt zu bekommen.
Die PINDUNG® ist die einzige tourentaugliche Skibindung, die einen Drehteller mit all seinen Vorzügen zu bieten hat: sicher, robust, zuverlässig.