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Der BAM Blog

18. Januar 2017

Als Teamrider der ersten Stunde und Testfahrer der Pindung® hat der Innsbrucker die Entwicklung von Anfang an begleitet. Er ist nicht nur professioneller Freerider, sondern auch hervorragender Alpinist und Mitbegründer der Filmproduktionsfirma Whiteroom Productions, die unter anderem auch Skifilme und clips für die Pindung produziert.

Servus Joi, wie geht’s dir, was treibst du gerade?
Mir geht es bestens, ich versuche gerade etwas weniger Zeit im Büro zu verbringen und mich stattdessen körperlich auf den kommenden Winter vorzubereiten.Endlich raus und mit der Pindung spass haben.

 

Auf wie viele Skitage im Jahr kommst du?
Vor ein paar Jahren waren es immer so um die 100 Tage. Mittlerweile ist es schon weniger geworden. Einerseits natürlich wegen der Arbeit, andererseits auch wegen den viele Skitrips, die ich in den letzten Jahren so unternommen habe. Wir waren dieses Jahr drei Wochen in Richtung Albanien unterwegs und davon bin ich zweieinhalb Tage auf den Skiern gestanden. Aber ich denke auf 60 – 70 Tage im Jahr komme ich schon noch.

 

Immer noch eine Menge! Bist du lieber auf ausgedehnter Skitour unterwegs oder bevorzugst du viele Off-Piste-Runs an einem Tag?
Hängt ganz vom Schnee ab. Bei einem Meter Neuschnee hab’ ich nicht unbedingt Lust mich im Wald irgendwo den Berg hinauf zu quälen. Da will ich am besten einen Run nach dem anderen machen und das mit so wenig Aufstieg wie möglich. Wenn es mal eine längere sonnige Phase hat, dann geh’ ich viel lieber Skitouren, auf denen ich alleine mit Freunden unterwegs bin und die Berge in Ruhe entdecken und genießen kann.

 

Mit Whiteroom Productions betreibst du deine eigene Filmproduktion. Einige neue, visuelle Projekte in der Pipeline?
Projekte haben wir genug. Wir haben uns allerdings abgewöhnt, diese auf irgendeine Art und Weise vorab öffentlich preiszugeben. Ansonsten passiert es wieder, dass wir ein Inselprojekt im hintersten Kamchatka geplant haben, welches zu anderen Fahrern durchgesickert ist, die es dann letztendlich auch noch in dreister Art und Weise zu ihrem Projekt gemacht haben.

 

Habt ihr euch rein auf Skifilme spezialisiert oder produziert ihr auch noch anderen Video-Content?
Wir haben mit Skifilmen gestartet und werden sicherlich weiterhin noch Skifilme machen. Allerdings haben wir seit diesem Jahr auch mit anderen Projekten fernab des Skisports zu tun. Wir machen mittlerweile alles, was mit Film und Video zu tun hat: Von Imageclips bis hin zu großen Werbetrailern.

 

Du bist Teil des B.A.M.-Tribes. Was genau ist deine Aufgabe bei B.A.M.?
Als Athlet bin ich bei B.A.M. sehr stark in der Produktentwicklung und -optimierung involviert. Konkret heißt das, dass ich Produkte wie beispielsweise Bambams Skier oder seine PINDUNG® über einen gewissen Zeitraum teste und mich dann mit Bambam intensiv über die Stärken und Schwächen austausche.

 

Wie und wann hast du den Bambam kennen gelernt?
Ich habe Bambam vor einigen Jahren über seinen damaligen Arbeitgeber Skylotec kennengelernt. Irgendwann hat er mir mal gebeichtet, dass ihm im Büro langweilig gewesen wäre und er dann zufällig meine Sponsoring-Anfrage aus dem Papierkorb gefischt und anschließend mein Video angesehen hätte. Daraufhin hat er bei seinem damaligen Chef angeklingelt und mich für ein persönliches Gespräch nach München bestellt. Seitdem bin ich auf seinen Skiern unterwegs und ab dieser Wintersaison fahre ich endlich mit seiner genialen Idee namens PINDUNG®.

 

Was waren deine Gedanken, als dir der Bambam das erste Mal von seiner Idee, einer innovativen Bindungskonstruktion erzählt hat?
Er hatte mir schon vor ein paar Jahren von seiner Bindungsidee erzählt, aber ich konnte mir damals noch nicht wirklich was drunter vorstellen. Die Bindungskonstruktion ist dann für einige Zeit aus unseren Gesprächen verschwunden. Von einem Tag auf den anderen kam er plötzlich mit der ersten konkreten Zeichnung der PINDUNG® zu mir und erklärte mir diese Bindungskonstruktion detailliert. In dem Moment machte sein Hirngespinnst von damals auf einmal Sinn und ich hab’ mir nur gedacht: Wie genial!

 

Was denkst du persönlich über die PINDUNG®? Was sind die Potentiale aber auch mögliche Schwächen dieser Bindungskonstruktion?
Wie gesagt, ich finde das Konzept genial! Die Potentiale liegen ganz klar darin, dass ich gegenüber einer gehfähigen Rahmenbindung viel weniger Gewicht den Berg hinaufziehen muss und mich trotzdem auf die Sicherheit einer Alpinbindung verlassen kann. Zudem stehe ich viel niedriger, was in einer präziseren Kraftübertragung zu Gute kommt. Außerdem bleibt die Biegelinie des Skis durch die nicht verbundenen Bindungskomponenten (Vorder- und Hinterbacken) erhalten. Wenn man so will, könnte man die PINDUNG® auch mit einem Z-Wert von 30 bauen. Ich glaube, dass man bei der PINDUNG® so gut wie keine Schwächen finden wird. Was ich mir allerdings vorstellen könnte ist, dass viele Leute weiterhin eine Rahmenbindung fahren wollen, da sie harte Rennstiefel bevorzugen. Bis jetzt gibt es noch nicht viele Skischuhe mit Pin-Inserts, die so hart sind wie ein Rennstiefel. Die Lösung besteht entweder darin, dass die Leute selbst drauf kommen, dass es nicht notwendig ist so extrem steife Schuhe zu fahren oder die Schuhhersteller ihre Tourenskischuhe noch weiterentwickeln, was mit Sicherheit der Fall sein wird.

 

Wie lauten deine Ansprüche an die PINDUNG®?
Top Performance beim Aufstieg, top Performance bei der Abfahrt. Und das, ohne auf den Aspekt Sicherheit verzichten zu müssen!

 

Wie hat sich die erste Jungfern-Fahrt mit der PINDUNG® angefühlt?
Wir haben bei richtig schlechter Sicht und im bockharten, steilen und zerfahrenen Gelände kurz vor der allerersten Abfahrt darüber gerätselt, ob das Teil an unseren Füßen diese Bedingungen überhaupt aushalten wird. Oh man, bei den ersten zehn Schwüngen habe ich echt befürchtet, dass ich den Rest des Trips im Krankenhaus verbringen werde. Doch mit jedem gelungenen Turn wurde das Gefühl immer besser und ich hatte ziemlich schnell Vertrauen in dieses Teil. Letzten Endes haben wir es in vier Wochen nicht einmal geschafft, eine Fehlauslösung hervorzurufen! Geschweige denn, irgendetwas an der PINDUNG® kaputt zu machen.

 

Für einen ersten Test ist das eine Ansage! Was denkst du, für wen ist die PINDUNG® gemacht?
Für jeden Skifahrer, der gerne Touren geht und auf eine astreine Performance in der Abfahrt Wert legt. Egal, ob er zweimal im Jahr auf Skitour geht und den Rest der Saison im Skigebiet verbringt, oder ob er das ganze Jahr über nur Touren macht. Die PINDUNG® ist eine Skibindung für alle Spielplätze im Schnee. Quasi die eierlegende Wollmilchsau…

 

Nehmen wir mal an, du müsstest die PINDUNG® im Skigeschäft verkaufen. Wie würdest du das anstellen?
„Du willst einfach nur Spaß haben beim Skifahren und keine Kompromisse eingehen?! Dann hol’ dir die PINDUNG®!“ Die Kombination aus Performance und Sicherheit ist DAS Verkaufsargument! Ich war schon mit vielen Freunden unterwegs, die bei der Einfahrt in eine Steilwand dagestanden und gehofft haben, dass ihre Pin-Bindung bei der folgenden Abfahrt bitte, bitte zu bleibt. Ich habe stattdessen gehofft, dass meine Rahmenbindung nicht doch zu fest eingestellt ist und den Ski versteift, so dass er hinten raus diesen unberechenbaren Rebound bekommt und dich so unkontrolliert „rauskickt“. Diese unguten Gefühle und Gedanken wird es in Zukunft am Gipfel mit der PINDUNG® am Fuß nicht mehr geben. Außerdem kommst du dank des integrierten, rahmenlosen Pin-Systems im Aufstieg weniger fertig am Gipfel an und hast wiederum mehr Power für die Abfahrt.

 

„Nichts ist bewegender als eine Idee, deren Zeit gekommen ist – PINDUNG®“. Ist dem noch was hinzuzufügen?
Nein!

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